Stiftung BSW
Fotogruppe Hamburg-Altona
transparenter verlauf

Location Tipp - Die Hafencity

Die Hansestadt Hamburg hat mit der neu entstehenden Hafencity auch für Fotografen eine neue sich permanent verändernde Fotolocation geschaffen. Durch die doch sehr rege Bautätigkeit verändert dieser neue Stadtteil so schnell sein Gesicht, dass sich regelmäßige Besuche stets lohnen.

Der Schwerpunkt der fotografischen Möglichkeiten liegt hier sicherlich in Architekturfotos der vielen Gebäude. Der Fotograf muss sich hier bezüglich der gewünschten Aufnahmetechnik nicht festlegen, denn vieles ist möglich. Man kann mit engen Ausschnitten neue Fotos durch eine bewusste Bildgestaltung schaffen oder aber mit den klassischen Übersichten im Weitwinkelbereich arbeiten.

Aufgrund der z. T. doch relativ engen Bebauung kann man auf dieser Location sogar gerade sehr gut bei steilen Lichtverhältnissen arbeiten. Somit bietet sich den Fotografen eine wichtige Alternative zu den üblicherweise am frühen morgen oder nachmittags bzw. abends interessanten anderen Locations. In einigen relativ dunklen Bereichen empfiehlt sich in jedem Fall die Verwendung eines Statives.

Die ausgewählten Beispielbilder sollen nur einen Eindruck von der Location vermitteln, stellen jedoch sicherlich nicht die besten und optimalen Fotos dar. Es ist also ein wenig Phantasie gefragt um zu besseren Fotos zu kommen.

Am besten man lässt sich von den Bildbeispielen einmal anregen. Die Fotogruppe Hamburg-Altona bietet mit ihren zahlreichen Workshops und Exkursionen dem interessierten Fotografen zahlreiche weitere Möglichkeiten um gute Fotos zu erstellen. An dieser Stelle der Hinweis, dass auf eine optische Korrektur der Fotos bewusst verzichtet wurde.

Bildbeispiel Nr. 1

Ein gutes Beispiel für den Einsatz der Bearbeitungsmöglichkeiten eines Bildbearbeitungsprogrammes. Durch die Darstellung als Negativ wird eine neue Bildstimmung erzeugt und dem Betrachter eine Sichtweise eines bekannten Motives vermittelt.


Bildbeispiel Nr. 2

Das gleiche Foto, wie das Bildbeispiel Nr. 1, jedoch als normales Foto. Sofern man beide Fotos nebeneinander betrachtet, so wird sicherlich das Bildbeispiel Nr. 1 die meisten Betrachter eher faszinieren.


Bildbeispiel Nr. 3

Eine Gebäudefassade im Himmel mit sich auf den Fenstern spiegelndem blauen Himmel. Ein gutes - wenn auch nicht perfektes - Beispiel für ein engen Ausschnitt und dessen Wirkung. Es ist zu beachten, dass hier bei der Bildgestaltung nicht die gängigen Gestaltungsregeln beachtet wurden. Durch die Sonnenreflektion im oberen Gebäudebereich wird der Blick des Betrachters auf diesen Punkt gelenkt.


Bildbeispiel Nr. 4

Ein Durchblick auf sich in den Himmel reckende Gebäude. Mit Hilfe des Gegenlichtes und des knappen Ausschnittes wurde hier versucht das Interesse des Betrachters zu wecken. Die angeschnittenen Formen sollen eine Spannung aufbauen und die Schattenlinien den Blick des Betrachters lenken.


Bildbeispiel Nr. 5

Der Schornstein eines Kraftwerkes im Fluchtpunkt der links und rechts im Bild befindlichen Gebäudefassaden. Eine interessante Idee, dieses Foto so zu gestalten. Sämtliche Linien in dem Foto zeigen fast auf das Kraftwerk und den Schornstein. Angesichts dieser Gestaltungsidee ist es schade, dass das Hauptmotiv aus der Mitte heraus genommen wurde und so viele Linien den Betrachter falsch führen.


Bildbeispiel Nr. 6

Durch die Reduzierung auf Schwarz-Weiß treten die Formen der Poller in den Vordergrund der Bildbetrachtung. Der Betrachter wird nicht durch eine mögliche Farbgebung abgelenkt. Immer wieder stellt dieses Erstellen eines Schwarz-Weiß-Fotos eine Möglichkeit dar, ein gutes Foto sinnvoll zu reduzieren und eine andere Form der Bildgestaltung zu wählen.


Bildbeispiel Nr. 7

Die modernen Fassaden können oft - bei bestimmten Lichtsituationen - von den Fotografen als gute Motive genutzt werden. Die Spiegelung im unteren Bildbereich ist das wichtige Gestaltungselement um dem Foto die nötige Tiefe zu geben. Der Fotograf hat so versucht den viel zu hellen Himmel im Hintergrund zu kaschieren.


Bildbeispiel Nr. 8

Die doch sehr unterschiedlichen Elemente der beiden Fassaden sind bei dem harten Licht besonders gut zu erkennen. Die Spiegelung im unteren Bildbereich gibt dem Foto eine gewisse Tiefe.